Buchhandlungen

Das Verlagsgeschäft ist nicht einfacher geworden. Der berechtigten Klage mancher Leser, dass Bücher viel zu teuer seien - was ja auch stimmt - stehen hohe Kosten für Produktion, Werbung und Vertrieb entgegen. Das ist das eine, das andere ist, dass ein Kleinverlag wie die dahlemer verlagsanstalt es sich immer wieder überlegen muss, wie an die geneigten Leser heran zu kommen ist.

Leider gibt es einige Buchhandlungen, die Kunden abweisen, nur weil sie ein Buch verlangen, das nicht dem Mainstream entspricht - etwa eines der dahlemer verlagsanstalt. So eine Bestellung rechnet sich für diese Buchhandlungen nicht, ist nur umständlich, nämlich über das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) zu recherchieren und zu bestellen (wenn doch das gängige Buch per Knopfdruck vom Großsortimenter kommt). Also wird gemauert.

Die "normale" Kundschaft zieht es leider nach wie vor dennoch in solche Läden. Das Sortiment dort ist stromlinienförmiger, weniger verwirrend, da muss man sich nicht anquatschen lassen. Für manch eine(n) ein Argument. Und das reicht vielen.

Uns langsam auch!


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In
Berlin

sind es die Buchhandlungen:


MISS MARPLE


Cornelia Hüppe-Binder

Weimarer Straße 17

10625 Berlin-Charlottenburg

Tel. / Fax: 030 / 36 41 27 24

www.krimi-marple.de



Hammett Krimibuchhandlung

Christian Koch

Friesestraße 27

10965 Berlin-Kreuzberg

Tel.: 691 58 34

www.hammett-krimi.de




Book to the Roots

Bölschestr. 13

12587 Berlin-Friedrichshagen

Tel.: 641 10 33





autorenbuchhandlung berlin

Fürst & Iven GmbH

Stadtbahnbogen 600 / Savignyplatz

10623 Berlin-Charlottenburg

Tel.: 313 01 51

Fax: 313 38 89





Buchhandlung BUCHLOKAL

Friederike Zöllner & Thomas Gralla

Ossietzkystr. 10

13187 Berlin-Pankow

Tel.: 40 04 73 33



Literarische Buchhandlung

Der Zauberberg

GF Gerrit Schoof

Bundesallee 133

12161 Berlin

Tel.: 56 73 90 91




DAS BUCH

am Hackeschen Markt

www.das-buch-berlin.de

Oranienburger Str. 17

10178 Berlin-Mitte

Tel.: 24 78 15 54

Fax: 27 58 27 02




Dussmann

Das KulturKaufhaus GmbH

Friedrichstr. 90

10117 Berlin-Mitte

Tel.: 20 25-11 11

Fax: 20 25-24 45



Lehmanns Buchhandlung

Hardenbergstr. 5

10623 Berlin-Charlottenburg

Tel.: 617 91 10





sonst in
Deutschland

die Buchhandlungen:



Otto Harrassowitz GmbH & CoKG

Kreuzberger Ring 7b-d

65205 Wiesbaden

(vorrangig zur Belieferung von Bibliotheken)



artes liberales

Clemens Bellut

Buchladen für Philosophie, Dichtung, Künste und Wissenschaften

und für alle Bestellungen

Kornmarkt 8

69117 Heidelberg

Tel.: 06221 7786574



Buchhandlung E. Buchheim

Eichelgasse 11

97877 Wertheim

Tel.: 09342 13 20

Fax: 09342 218 54



mondo buchhandlung medien & galerie

Hermann Fischer

Elsa-Brändström-Str. 23

33602 Bielefeld

Tel.: 0521 64 163

Fax: 0521 64 193



Universitätsbuchhandlung Phoenix

Oberntorwall 25

33602 Bielefeld

Tel.: 0521 583 06-0

Fax: 0521 583 06-40




ExLibris

Stefanie Rüschhoff

Windelsbleicherstr. 237

33659 Bielefeld

Tel.: 0521 948 51 54

Fax: 0521 948 51 64



In der Uni

B. Luce

Universitätsstr. 25

33615 Bielefeld

Tel.: 0521 10 27 73

Fax: 0521 10 55 01



Buchhandlung Welscher Nachf.

An der Stiftskirche 14

33611 Bielefeld

Tel.: 0521 818 58




Colibri Buchhandlung

Ulrike Zieher-Schneider

Heidelberger Straße 29

69198 Schriesheim

Tel: 06203 66 19 31

Fax: 06203 66 19 32






in
Wien sind es vor allen anderen:



Anna Jeller Buchhandlung

Margaratenstraße 35

1040 Wien

Tel.: +43 1 586 13 53

Fax: +43 1 586 67 47



Buchhandlungen "Leporello"

Rotraut Schöberl:

- die Buchhandlung in der Burg

Dr.-Karl-Lueger-Ring 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 532 55 12

burg@leporello.at

und

Buchhandlung am Stephansplatz

Singerstraße 7 / Ecke Churhausgasse

1010 Wien

Tel.: +43 1 96 11 500

stephansplatz@leporello.at




Franz Leo & Comp. KG Universitätsbuchhandlung

Lichtensteg 1

1010 Wien

Tel.: +43 1 533 14 51

Fax: +43 1 535 19 55




Buchhandlungen Wilhelm Frick Ges. m.b.H.

- Keplerplatz 11

1100 Wien

Tel.: +43 1 698 15 67

Fax: +43 1 698 15 67-13

und

- Graben 27

1010 Wien

Tel.: +43 1 533 99 14

Fax: +43 1 533 14 85






in
Graz


Moser

Die besten Seiten des Lebens.

Herrengasse 23

8010 Graz

Tel: +43 318 830 11 10

Fax: +43 318 830 11 020



und



in
Salzburg



Rupertus Buchhandlung

Dreifaltigkeitsgasse 12

5020 Salzburg

Tel: +43 662 87 87 33-0

Fax: +43 662 87 16 61








Und hier noch ein Beitrag, den Clemens Bellut, umtriebiger Buchhändler aus Heidelberg zu all dem Reden und einem konkreten Artikel um amazon schrieb:

Und doch nur die halbe Wahrheit - diejenige halbe Wahrheit nämlich, die mich aus Enttäuschung dazu gebracht hat, selbst einen Buchladen (Artes Liberales - Buchladen) aufzubauen. Weil ich selbst sonst in den Städten, wo ich zuvor gelebt habe, in Bonn, Tübingen, Frankfurt, Zürich, mit mindestens jeweils einem Buchladen so verwöhnt worden bin, dass ich mir ein Leben ohne einen solchen Laden gar nicht vorstellen konnte - und ihn nun gerade noch in Heidelberg vermissen musste.

Die andere Hälfte der Wahrheit ist nämlich, dass es diese Läden sehr wohl gibt. Und sinnvollerweise sind sie, wie meiner, nicht dafür da, das zu machen, was Versandhandelshäuser besser können - nämlich voridentifizierte Bücher wie Hemden und Computerteile auf eine bequeme Weise zu bestellen -, sondern alles das, was eben einen Buchladen für MEIN Bedürfnis ausmacht: Ich gehe in einen Buchladen wie in 'mein' Cafè oder in 'meine' Kneipe, er gehört in den städtischen Kontext meiner alltäglichen Bewegungen und Aufenthalte und macht eine Stadt für mich überhaupt erst zur Stadt; er ist von der Art, dass er Leute anzieht, deren Bekanntschaft ich gerne mache und die mir mein Leben bereichern mit den Büchern zusammen, in deren Umgebung ich sie kennenlerne; sie versammeln Bücher in ihren Regalen, deren heimlich-unheimliche, verborgen-präsente Rhizomstruktur untereinander mich in einen affektiven Erregungszustand bringt; wo der Buchhändler mir nicht vorausgewählte Bücher unter die Nase reibt und mit fadenscheinigen "Argumenten" seine "Ware" gegen mein Geld auswechseln will: "das wird zur Zeit viel gekauft", "steht auf dieser oder jener seller-Liste", "hat gerade der Kritiker XY oder RR hymnisch besprochen", "das unverzichtbare Buch zum Film", "der top-Experte für Nahost oder Islam oder Finanzwirtschaft oder Osteuropa ..." - wenn ich nur schon die runden knalligen Aufkleber auf den verpackten Büchern sehe, ströme ich schier schon aus dem Laden ... und vor allem aus jedem Laden, der diese unglaublich unwürdige Kampagne des "Börsenvereins" plakatiert "Vorsicht Buch!"; wo der Buchhändler vielmehr selbst lesend mit seinen Büchern dasitzt, wo es mit ihm und seinen anderen Besuchern eher eine unausdrückliche, feingesponnen-ungreifbare Konspiration gibt. Einer der Orte, auf den ich mich nach jeder Reise freue, wieder hinzukommen und ihn auf der Reise vermisse - und entschädigt werde durch die reisende Entdeckung seiner unbekannten Brüder und Schwestern. Wo jemand mich auf eine gewisse Weise besser kennt als ich mich selbst und mich auf Titel aufmerksam macht, die mir kein wissenschaftlicher oder literarischer Kollege genannt hat. Oder wo die Nachbarschaft des gesuchten Buchs im Regal mir zum größeren Schatz werden kann als dieses gesuchte Buch.

Die Versäumnisse des Buchhandels, von denen Michael Fischer in dem hier aufgegriffenen Artikel spricht, werden davon nicht aufgehoben, ich habe auch selbst gelegentlich hier von ähnlichen Versäumnissen - die ich aus naheliegenden Gründen eher Chancen genannt habe - gesprochen. Aber der springende Punkt liegt, einmal mehr, NICHT darin, das, was die Versandhäuser für Schuhe und Bücher machen, nachzumachen - DAS hat den Buchhandel ja schon zu Zeiten der Buchhandelsketten desaströs auf den Hund oder den Schlüsselanhänger gebracht: stattdessen geht es darum zu sehen, dass diese Versandhäuser nichts mit dem zu schaffen haben, was mich am Buchladen beschäftigt (auf beiden Seiten des Ladentischs) - und dass es aber wirklich, wie Michael Fischer es einmal mehr zur Sprache bringt, beste Gründe dafür gibt, dass diese Buchläden sich untereinander und mit den wirklichen Verlags-Verlegern und den Auslieferungspartnern, die nichts anderes als Bücher ausliefern, zusammenbringen und alle Erleichterungen verabreden, die für eine flüssige Zugänglichkeit von Büchern und für eine langfristige Förderung derjenigen sorgen hilft, die die Bücher schreiben und die sie lesen. Denn der Witz ist doch, dass die Versandhäuser zwar eine größere Titelanzahl verfügbar halten können: aber der Buchhändler kann trotzdem mindestens von den deutschsprachigen Verlagen mehr Titel zum nächsten Tag zusagen; er braucht auch nicht das undurchsichtige Spiel mit den Versandkosten um der letzten Marge willen zu betreiben; er kann sie einerseits wie diese Versandhäuser zur Bestelladresse zustellen UND aber auch die lästige Zweitzustellung oder Postabholung vermeiden und im Laden abholen lassen; er kann die bessere online-Bedienung mit geringen Mitteln anbieten, weil er auch im internet Such-Anfragen bearbeiten kann, die nicht titelspezifisch sind …

Um keinen allzu wohlfeilen Einwänden zu viel Raum zu geben: Ich bin nicht naiv genug, mich blind zu machen gegenüber der durchgreifenden Veränderung von Märkten, ökonomien, Techniken und Praktiken. Aber ich muss mich auch nicht blind machen gegen meine eigenen Bedürfnisse als Leser und auch nicht gegen die Selbstverständlichkeit, dass ich ohne weitere empirische überprüfung davon ausgehen darf, mit diesem Bedürfnis soweit Zeitgenosse zu sein, dass ich mich mit meinem Laden nicht nach der nächsten Abfahrtszeit der Arche Noah umschauen muss.